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Kurz gesagt
Am 17. November 2026 sollen Gems in die Einstellungen der Gemini-App umziehen und weiter nutzbar bleiben. Ihre Entfernung ist für Business und Enterprise frühestens ab 1. März 2027 angekündigt. Sichern Sie wichtige Anweisungen und testen Sie Skills, sobald Ihr Geschäftskonto Zugriff hat.
- 17. November: geänderter Zugang, keine Abschaltung
- Gemini-App und Workspace-Apps getrennt betrachten
- Anweisungen, Wissensdateien und Verantwortliche erfassen
- Studio-Abläufe mit „Ask a Gem“ gesondert umstellen
Skills statt Gems: Was bedeutet der Wechsel?
Gemini Skills Gems – hinter diesen Begriffen steckt eine Änderung für Unternehmen, die eigene KI-Assistenten eingerichtet haben. Google will Gems durch Skills ersetzen. Am 17. November 2026 werden Ihre Gems aber nicht abgeschaltet. Die Ankündigung mit Aktualisierung vom 13. Oktober sieht zunächst einen anderen Platz in der Bedienoberfläche vor.
Unsere Empfehlung für Unternehmen mit 10–50 Arbeitsplätzen: Nutzen Sie die Übergangszeit für eine überschaubare Bestandsaufnahme. Welche Anweisungen helfen täglich, welche sind Versuche geblieben, und wer kennt die Unterschiede? Beginnen Sie mit den Vorlagen, ohne die Kollegen regelmäßig Arbeit wiederholen müssten. Niemand muss dafür sofort sämtliche KI-Abläufe neu aufbauen.
Skills speichern Anweisungen für wiederkehrende Aufgaben
Ein Skill enthält wiederverwendbare Vorgaben: beispielsweise den Aufbau einer Angebotsmail oder Regeln für ein Besprechungsprotokoll. Die Gemini-Hilfe zu Skills beschreibt, wie mehrere Skills in derselben Unterhaltung zusammenarbeiten und passende, aktivierte Skills automatisch berücksichtigt werden können.
Für Ihr Team lässt sich damit etwa eine allgemeine Schreibregel mit einer konkreten Aufgabe verbinden: „Schreiben Sie verständlich in der Sie-Form“ plus „Erstellen Sie aus diesen Stichpunkten einen Angebotsentwurf“. Das ist ein mögliches Einsatzbeispiel, keine Zusage, dass jedes Ergebnis ohne Nacharbeit passt.
Google verwendet dafür das offene Dateiformat SKILL.md. Wichtig für Ihre Planung: Skills der Gemini-App werden derzeit nicht mit Workspace-Apps synchronisiert. Wer dieselben Anweisungen an beiden Stellen braucht, muss sie getrennt anlegen. Das erläutert die Einführungsankündigung.
Unsere Empfehlung: Pflegen Sie deshalb zunächst einen freigegebenen Ausgangstext mit Versionsdatum. So können Verantwortliche später vergleichen, ob beide Fassungen noch dieselben Regeln enthalten.
Wo Skills starten und welche Editionen Google nennt
Die Rollout-Meldung vom 13. Oktober 2026 unterscheidet zwei Bereiche:
| Bereich | Zeitplan | Angekündigte Berechtigung |
|---|---|---|
| Gemini-App | Seit 13.10.2026 schrittweise; Abschluss voraussichtlich Mitte November | Alle Workspace-Kunden und persönliche Google-Konten |
| Workspace-Apps und Studio | Für Rapid und Scheduled Release verschoben; neuer Termin offen | Business Starter, Standard, Plus; Enterprise Starter, Standard, Plus; Google AI Pro for Education; AI Expanded Access |
Teilen von Skills und Drive-Anbindung in der Gemini-App sind in dieser Meldung für die kommenden Wochen angekündigt. Planen Sie eine gemeinsame Vorlagensammlung deshalb erst nach einem Funktionstest im Geschäftskonto.
Die Dokumentation ist noch uneinheitlich: Die Skills-Admin-Hilfe nennt einen Beta-Zugang und eine kürzere Editionsliste. Die Gemini-Umstellungshilfe beschreibt zunächst persönliche Konten ab 18 Jahren. Prüfen Sie daher die tatsächliche Freischaltung, bevor Sie einen verbindlichen Teamstart festlegen.
Weitere Änderungen ordnet unsere Workspace-Monatsübersicht Oktober 2026 ein.
Was am 17. November passiert – und was später folgt
Die Google-Admin-Hilfe zum Übergang nennt diese Meilensteine:
Bis 17.11.2026: Team vorbereiten
Unsere Empfehlung: wichtige Gems erfassen, Anweisungen sichern und Verantwortliche benennen. Das ist Ihr interner Vorbereitungstermin, keine von Google verlangte Abschlussfrist.
17.11.2026: Gems ziehen in die Einstellungen
In der Gemini-App bleiben Erstellen, Bearbeiten und Verwenden möglich. Informieren Sie das Team, damit der geänderte Zugang nicht als Datenverlust verstanden wird.
Frühestens 01.03.2027: Entfernung für Business und Enterprise
Gems sollen dann entfallen. Verbleibende Gems werden automatisch zu Skill-Entwürfen; diese müssen ihre Ersteller prüfen und aktivieren. Google kündigt weitere Migrationsdetails mindestens 30 Tage vorher an.
Frühestens 01.06.2027: Entfernung für Education
Für Bildungseinrichtungen gilt der spätere frühestmögliche Termin. Unternehmen sollten ihre Vorbereitung nicht an dieser Education-Regel ausrichten.
So sichern Sie die Vorlagen, die Ihr Team wirklich nutzt
Für die Bestandsaufnahme empfehlen wir eine gemeinsame Liste. Fragen Sie die Mitarbeiter nach ihren selbst erstellten und geteilten Gems. Erfassen Sie jeweils:
- Name, Ersteller und zuständige Vertretung;
- Aufgabe und nutzende Abteilung;
- Anweisungstext, Beschreibung und zugehörige Wissensdateien;
- Freigaben sowie Verbindungen zu automatisierten Abläufen;
- ein typisches Beispiel und das erwartete Ergebnis.
Kopieren Sie wichtige Anweisungen in eine geschützte Unternehmensablage. Vermerken Sie bei Dateien zusätzlich, welche Fassung maßgeblich ist. Eine Sammlung ohne Verantwortliche würde das heutige Durcheinander lediglich an einen anderen Ort verschieben.
Sobald Skills in Ihrem Konto verfügbar sind, legen Sie eine wichtige Vorlage probeweise neu an. Googles Anleitung zur manuellen Übernahme beschreibt das Kopieren von Name, Beschreibung und Anweisungen sowie die gesonderte Übernahme von Wissensdateien.
Testen Sie mit freigegebenen Beispieldaten: einem vollständigen Auftrag, einem unvollständigen und einem widersprüchlichen. Prüfen Sie, ob der Skill fehlende Angaben erkennt, Rückfragen stellt und das vereinbarte Format einhält. Bewahren Sie die bisherige Vorlage auf, bis die neue Fassung fachlich abgenommen ist. Ein erfolgreicher erster Versuch reicht als Freigabe noch nicht aus.
Mit drei klaren Teamvorlagen anfangen
Unsere Empfehlung ist, zunächst wenige gemeinsame Standards festzulegen. Folgende Beispiele eignen sich als Ausgangspunkt für Ihre eigenen Anweisungstexte:
- Angebotsmail: Leistungen, Preise und Termine ausschließlich aus den bereitgestellten Angaben übernehmen; fehlende Informationen als Rückfragen ausgeben.
- Besprechungsprotokoll: Entscheidungen, Aufgaben, Verantwortliche und Fristen getrennt aufführen; nicht besprochene Zuständigkeiten offenlassen.
- Bewertungsantwort: freundlich auf die öffentliche Aussage eingehen; keine internen Vorgänge oder personenbezogenen Einzelheiten ergänzen.
Benennen Sie pro Vorlage eine fachlich verantwortliche Person und eine Vertretung. Änderungen sollten ein Datum und eine kurze Begründung bekommen. Legen Sie auch fest, wer Ergebnisse vor dem Versand prüft. Eine einheitliche Anweisung hilft nur, wenn das Team weiß, wann sie gilt und wann Rücksprache nötig ist.
Die Workspace-Hilfe zu Skills beschreibt deren Nutzung über mehrere Workspace-Apps. Testen Sie trotzdem jeden vorgesehenen Einsatzort einzeln: Ein passender Mailentwurf beantwortet noch nicht die Frage, ob dieselben Vorgaben für ein Dokument ausreichen.
Welche Schalter und Datenregeln Sie prüfen sollten
Für die Gemini-App gibt es laut Rollout-Meldung keinen eigenen Skills-Admin-Schalter. Den Zugang zur App steuern Administratoren unter Generative AI › Gemini app › Service status, auch nach Organisationseinheit oder Konfigurationsgruppe. Die Admin-Hilfe zur Gemini-App beschreibt die Schritte.
Für Workspace dokumentiert Google dagegen eine eigene Einstellung unter Apps › Google Workspace › Workspace Studio › Skills › Create and use skills. Sie lässt sich ebenfalls für einzelne Organisationseinheiten oder Gruppen setzen. Maßgeblich ist die Skills-Admin-Hilfe. Prüfen Sie diesen Bereich zusätzlich zu Ihren bestehenden Gemini-Regeln.
Beim Datenschutz zählt das verwendete Konto. Für Gemini mit den entsprechenden Workspace-Unternehmensbedingungen erklärt Google, Inhalte ohne Erlaubnis weder menschlich prüfen noch zum Training generativer Modelle außerhalb der eigenen Domain verwenden zu lassen. Diese Zusage darf nicht pauschal auf persönliche Konten oder zusätzliche Dienste übertragen werden. Grundlage ist Googles FAQ zu Gemini und Datenschutz.
Prüfen Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten, welche Kunden-, Mandanten- oder Patientendaten für die vorgesehenen Aufgaben verwendet werden dürfen. Unsere Einordnung zu Gemini-Schaltern und Datenschutz in Workspace vertieft diese Fragen.
Vor gemeinsamen Freigaben empfehlen wir außerdem einen Blick in jede Vorlage: Enthält sie vertrauliche Beispieldaten, interne Adressen oder Dateien, die nicht das ganze Team sehen soll? Legen Sie den Empfängerkreis ausdrücklich fest.
Bei automatisierten Abläufen reicht ein neuer Skill allein nicht
Besondere Aufmerksamkeit verdienen bestehende Studio-Abläufe mit Ask a Gem. Neue Schritte dieses Typs lassen sich bereits nicht mehr hinzufügen; vorhandene funktionieren zunächst weiter. Google beschreibt in der Umstellungsanleitung für Studio den Ersatz durch Ask Gemini, bei verfügbarem Zugang ergänzt um Skills. Auch nachfolgende Schritte, die das Ergebnis verwenden, müssen angepasst werden.
Unsere Empfehlung: Wenn ein Formular regelmäßig einen Datensatz, ein Dokument und eine Benachrichtigung auslösen soll, planen Sie dafür einen Workflow mit klaren Zuständigkeiten und Fehlerbehandlung. Skills können darin Anweisungen liefern. Für ereignis- oder zeitgesteuerte Abläufe bietet beispielsweise Apps Script installierbare Auslöser.
Welche Aufgaben sich als wiederkehrende Abläufe automatisieren lassen, sollten Sie anhand Ihres tatsächlichen Arbeitswegs entscheiden. Für Konten und Berechtigungen unterstützt Sie unsere Google-Workspace-Einrichtung und Betreuung. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welche Vorlagen und Abläufe Sie zuerst angehen sollten.
Quellen
- Google Workspace Updates: Einführung von Skills und Zeitplan für Gems, 30.09.2026, aktualisiert 13.10.2026
- Google Workspace Updates: Aktualisierter Skills-Rollout, 13.10.2026
- Google Admin-Hilfe: Übergang von Gems zu Skills
- Google Gemini-Hilfe: Skills erstellen und verwalten
- Google Gemini-Hilfe: Gems als Skills neu anlegen
- Google Workspace Studio-Hilfe: Funktionsweise von Skills
- Google Admin-Hilfe: Skills in Studio und Gemini in Workspace steuern
- Google Admin-Hilfe: Gemini-App ein- oder ausschalten
- Google Admin-Hilfe: Gemini für Google Workspace – Datenschutz und Nutzung
- Google Workspace Studio-Hilfe: Gems in bestehenden Abläufen ersetzen
- Google Apps Script: Installierbare Auslöser
Häufige Fragen
Werden Gems am 17. November 2026 abgeschaltet?
Nein. Laut Googles Ankündigung ziehen sie an diesem Tag in die Einstellungen der Gemini-App um. Erstellen, Bearbeiten und Nutzen bleiben möglich. Für Business und Enterprise nennt Google eine Entfernung frühestens ab 1. März 2027.
Muss ich meine Gems selbst in Skills umwandeln?
Nicht zwingend: Google kündigt eine automatische Überführung verbleibender Gems in Skill-Entwürfe an. Diese müssen geprüft und aktiviert werden. Für wichtige Arbeitsvorlagen empfehlen wir, den Wechsel vorher selbst zu testen.
Warum sehe ich noch keine Skills in Google Workspace?
Der allgemeine Start in Workspace-Apps und Workspace Studio wurde verschoben. Auch der angekündigte Rollout in der Gemini-App bedeutet nicht, dass jedes Konto sofort Zugriff hat. Prüfen Sie Anwendung, Lizenz und Freigaben getrennt.
Funktioniert ein Gemini-Skill automatisch auch in Gmail?
Skills werden derzeit nicht zwischen der Gemini-App und Workspace-Apps synchronisiert. Für die Nutzung in Workspace müssen Sie den Skill dort gesondert anlegen, sobald die Funktion verfügbar ist.
Kann ich einen Gem einfach kopieren?
Name, Beschreibung und Anweisungen lassen sich in einen neuen Skill übernehmen. Berücksichtigen Sie zusätzlich Wissensdateien und testen Sie das Ergebnis. Die Google-Hilfe nennt noch Funktionsunterschiede, etwa bei Canvas und Deep Research.
Google Workspace, Gmail und Gemini sind Marken von Google LLC. VEZOZA ist mit Google nicht verbunden.